10 Nov

Stellungnahme der BI zum Bericht von Buten un Binnen

Der Bürgermeister stimmt für den Vorschlag des Dialogforums Schiene Nord und damit für die Alpha-Variante, die nicht nur den Ort Kirchlinteln, sondern die ganze Gemeinde nachhaltig betreffen, bzw. verändern wird.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Forderungen der betroffenen Kommunen, zu der auch Kirchlinteln gehört, bewilligt und somit vom Bund finanziert werden. Hierzu gehören u. a. Lärmschutz nach dem neuesten Stand der Technik, Erschütterungsschutz, keine Zerschneidung der Landschaft.
Laut Herrn Rodewald ist nur ein kleiner Teil der Bevölkerung über den Ausbau der Bahnlinie besorgt. Jetzt gilt es zu klären, was ist klein, was ist groß, bzw. was ist viel und was ist wenig!
Laut unserer Unterschriftensammlung sind rund 1000 Personen der Gemeinde sehr besorgt darüber, ob die ausgewählte Strecke objektiv geprüft wurde. Das sind, für jeden, der in Mathe aufgepasst hat, ca. ein Zehntel der Gemeinde Kirchlinteln (Kirchlinteln hat ca. 10000 Einwohner). Wir finden das ist ein relativ großer Teil der Gemeinde der etwas mehr Beachtung verdient hat.
Natürlich ist es sinnvoll möglichst viele Güter von der Straße weg auf die Schienen zu bekommen, aber das setzt eine objektive Prüfung aller Varianten voraus und nicht die Optimierung einer einzelnen Strecke.
Herr Rodewald vergleicht die Amerikalinie wie es sie früher gab mit der zu erwartenden, was sehr schwer nachzuvollziehen ist. Denn es ist wohl ein großer Unterschied, ob ca. 4 Güterzüge in der Woche fahren oder 280!
Zum Schluss ein Zitat aus der Kreiszeitung vom 16.05.2015:
Die Sinnhaftigkeit der Alphavariante sieht Rodewald ebenfalls kritisch: „Die Güter müssen, das ist unstrittig, vom Norden irgendwie in den Süden kommen.“ Warum nun eine Strecke favorisiert wird, die von Westen nach Osten führt, erschließe sich ihm nicht so ganz.
Vielleicht hat er den Sinn erkannt und lässt uns an dieser Erkenntnis teilhaben.

10 Nov

BUTEN UN BINNEN

Wo sollen die Güterzüge von den norddeutschen Seehäfen aus lang fahren? Darüber wird seit Jahrzehnten gestritten. Das „Dialogforum Schiene Nord“ hat in nur neun Monaten einen Kompromiss erarbeitet: Bürgerinitiativen und Bahnvertreter, Bürgermeister und Landräte stimmten für die Alpha-Variante… www.radiobremen.de

10 Nov

Nordwestradio im Lintler Krug

Am 04. November 2015 gab es im Lintler Krug eine Livesendung des Nordwest Radios. Thema waren die Alpha-Variante und das Dialogforum Schiene Nord.
Geladene Gäste waren Susanne Menge, Fraktion B90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag, Marcel Winter, Pressesprecher Dialogforum Schiene Nord, Thomas Sandkühler, Fachsprecher der Bürgerinitiative „UnsYnn“ und Arne Jacobs, CDU-Fraktion Gemeinderat Kirchlinteln.
Moderiert wurde die Sendung von Stefan Pulß.
Der Titel der Sendung war: „Alpha-Variante statt Y-Trasse“, was schon sehr merkwürdig, ging es im Dialogforum letztendlich doch um zehn verschiedene Streckenverläufe, die geprüft werden sollten.
Während der Sendung wurde deutlich, dass viele Faktoren doch sehr unterschiedlich bewertet wurden, wie z. B. welche Variante wie schnell in Betrieb genommen werden könnte.
Während Frau Menge bei der Y-Trasse von 30 und bei der Alpha-Variante von sofort ausging, erläuterte Maik Dudda, dass laut Bahngutachter die Y-Trasse schon in ca. 15 Jahren bereit sein könnte und dass es auch bei der Alpha-Variante mindestens 5 bis 10 Jahre dauern würde, was einleuchtend ist, da auch diese Strecke zunächst einmal aufbereitet werden müsste. Frau Menge konnte nicht wirklich darauf antworten und wollte zu diesem Zeitpunkt auch nichts dazu sagen. Sie berief darauf, dass es sich dabei um Prognosen handelt, und bezeichnete die Alpha-Variante als die „charmantere Lösung“.
Auch die Frage nach dem Nutzen-Kosten-Index (NKI) wurde nur unzureichend beantwortet, und auch hier wurde wieder deutlich, dass Fakten nicht genügend geprüft wurden.
Die Alpha-Variante wurde so optimiert, dass der NKI über eins liegt, und zwar bei 1,08. Denn nur so ist eine Förderung vom Bund möglich.
Was in diesem Faktor nicht mit berechnet wurde, waren die Kosten der Bedingungen, bzw. Forderungen wie z. B. Lärmschutz auf höchstem Niveau, des Dialogforums. Diese Kosten würden den Index auf unter eins fallen lassen, und dann wäre die Förderung vom Bund nicht mehr möglich und das Forum müsste sich doch tatsächlich auch mit anderen Streckenverläufen befassen, also doch lieber alles „schönrechnen“.
Wenn Privatmenschen ihren Haushalt so planen würden, könnten sie mit Sicherheit bald Privatinsolvenz anmelden.
Marcel Winter, der Pressesprecher des Dialogforums, erklärte dass die Forderung nach dem Lärmschutz eine politische Entscheidung wäre und nur durchsetzbar ist, wenn der öffentliche Druck groß genug ist.
Wenn es also sowieso unwahrscheinlich ist, dass die Forderungen erfüllt werden, kann man sie natürlich auch gleich weglassen.
Auf die Frage, warum Save Kirchlinteln nicht in das Dialogforum aufgenommen wurde, redete sich Herr Winter mit der Arbeitssicherheit heraus.
So haben andere für uns entschieden, denn auch als die Alpha-Variante mit aufgenommen wurde, waren wir nicht erwünscht. Bleibt nur zu hoffen, dass die BI mit in den Projektbeirat aufgenommen wird, damit wir zumindest dort noch Einfluss nehmen können.
Herr Jacobs berichtet, dass der Verwaltungsausschuss der Meinung ist, dass die BI in den Projektbeirat gehört. Herr Winter meinte daraufhin, Kirchlinteln wäre ja nicht ganz außen vor gewesen, schließlich sei der Bürgermeister im Dialogforum dabei gewesen, was natürlich auch bedeutet, dass er die Möglichkeit hat in den Projektbeirat zu kommen.
Was das bedeutet, haben wir am 05. November 2015 bei Buten & Binnen gesehen.

10 Nov

Nordwestradio unterwegs: Alpha- Variante statt Y-Trasse?

Alpha-Variante statt Y-Trasse?

Nach jahrzehntelangem Streit über die sogenannte Y-Trasse für den Schienengüterverkehr zwischen Hamburg, Bremen und Hannover, zeichnet sich jetzt ein Kompromiss ab: Die sogenannte Alpha-Variante. Mit ihr würde auch der Teil der ehemaligen „Amerikalinie“ zwischen Langwedel und Uelzen modernisiert und damit wieder stärker genutzt werden können. Das aber würde für viele Menschen in Kirchlinteln und Soltau deutlich mehr Lärm durch Güterzüge bedeuten.

Hier zum Nachhören die ganze Sendung:
http://www.radiobremen.de/mediathek/index.html?id=128902

Audios und Video ondemand zum Nachhören und Nachschauen aus allen Programmen von Radio Bremen: Bremen Eins, Bremen Vier, Nordwestradio, Funkhaus Europa und Radio Bremen TV.